Pressemitteilungen über den Verein Connected Industry und seinen Partnern

Kooperation mit der Zhejiang Provincial Association for Technology Market Promotion

Am 08. April 2017 beschloss Connected Industry in Hangzhou (VR China) eine Kooperation mit der Zhejiang Provincial Association for Technology Market Promotion 浙江省技术市场促进会 zum Ausbau des Fach- und Experten-Austausches für industrielle Vorhaben im Kontext der Industrie 4.0 in China und Deutschland.

Der Vertrag stellt eine Vereinbarung zur zukünftigen Zusammenarbeit zwischen beiden Verbänden dar, um den Austausch von deutschen und chinesischen Experten im Bereich des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik zu befördern sowie Industrie 4.0 Projekte zwischen Deutschland und der VR China zu vermitteln. Dazu gehört auch, chinesischen Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten in Deutschland sowie deutschen Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten in der VR China aufzuzeigen.

Connected Industry, der deutsche Verband für Digitalisierung und Vernetzung, führte im Rahmen der China-Reise von Benjamin Aunkofer, bereits Gespräche mit chinesischen Unternehmen aus dem Maschinen- und Werkzeugbau sowie der Automobilzulieferer-Industrie, die auf der Suche nach deutschen Lieferanten, Kunden oder Kooperationsmöglichkeiten sind.


Am 08. April um 14:10 Uhr (CST) wurde die Kooperationsvereinbarung von Herrn Lv 吕进, dem Vorstandsvorsitzenden der Zhejiang Provincial Association for Technology Market Promotion, und Benjamin Aunkofer, dem Vorstandsvorsitzenden des Connected Industry Verbandes für Digitalisierung und Vernetzung, unterzeichnet.


Die Vereinbarung umfasst folgende konkrete Punkte zur Zusammenarbeit:

  • Jährlicher Austausch zu Entwicklungen im Kontext der Industrie 4.0
  • Organisation gemeinsamer Veranstaltungen, erstmalig ab dem Jahr 2018
  • Unterstützung von deutschen und chinesischen Unternehmen bei der Suche nach Kooperationspartnern
  • Unterstützung deutscher und chinesischer Unternehmen beim Austausch von Experten und der Vermittlung von Fortbildungsangeboten für chinesische Fachkräfte in Deutschland

    Abschließendes Foto der Führung der Zhejiang Provincial Association for Technology Market Promotion 浙江省技术市场促进会, mit Herrn Lv 吕进 links neben Herrn Aunkofer von Connected Industry mittig im Bild.

 

Verbandstreffen in Hangzhou, China

Am 07. April 2017 traf sich Benjamin Aunkofer, Vorstand des Connected Industry e.V., um Kooperationen mit dem Zhejiang Provincial Science and Technology Exchange Center with Foreign Countries (ZSTEC) 浙江省对外技术交流中心 und der Zhejiang Provincial Automotive Association 浙江省汽车工程学会 zu besprechen.

Gemeinsam mit der Teamleiterin, Frau Chen, des ZSTEC und der Leiterin des regionalen Verbandes der Automobilindustrie wurden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit besprochen. Diese Zusammenarbeit soll mit einem Expertenaustausch und einer Vermittlung von chinesischen Fachkräften in deutsche Fortbildungsinstitute für Industrie 4.0 beginnen.

Personen auf dem Foto, entstanden am 08.04.2017 in der Zhejiang Universität in Hangzhou, von links nach rechts:
Shiny Chen 陈晟颖, Teamleiterin vom Zhejiang Provincial Science and Technology Exchange Center with Foreign Countries (ZSTEC)
Miao Song 宋苗, Assistenz von Connected Industry e.V.
Xiaoli Yu 俞小莉, Leiterin der Zhejiang Provincial Automotive Association und Professorin der Zhejiang Universität
Benjamin Aunkofer, Vorstand von Connected Industry e.V.
Rui Huang 黄瑞, Projektmanager der Zhejiang Provincial Automotive Association

Der Data Leader Guide 2017

Der Data Leader Guide 2017 ist jetzt exklusiv im Shop des Beuth Verlages erhältlich:

Big Data beherrscht die Wirtschaft wie kein anderes Thema. Datengetriebene Geschäftsmodelle, schlankere Prozesse oder einfach nur eine neue Form von Datentransparenz. Kaum ein Unternehmensbereich wird nicht von dieser Entwicklung erfasst. Doch was und wie setzen die Champions der Digitalwirtschaft dieses Thema um?

Der Data Leader Guide stellt erstmalig die Anwendungsfälle der Datenchampions – Konzerne und innovative Mittelständler – kompakt, strukturiert und plakativ. Mit dabei sind u.a.

  • Deutsche Bahn
  • DHL
  • Kreditech
  • Lufthansa
  • DATANOMIQ
  • Mercedes AMG
  • Otto
  • Siemens
  • Weidmüller

Herausgeber der Publikation ist Connected Industry e.V. – der Verband für Digitalsierung und Vernetzung. Der Data Leader Guide ist in Kooperation mit dem Beuth Verlag erschienen und unter diesem Link erhältlich.

Empfang der Regierungsdelegation aus China in Berlin

Am 22. November 2016 empfing Connected Industry e.V., der Verband für Digitalisierung und Vernetzung, eine Regierungsdelegation aus der VR China in Begleitung des chinesischen Verbandes SASAC (State-owned Assets Supervision and Administration Commission of the State Council).

Benjamin Aunkofer, Vorstand von Connected Industry, stellte den 25 chinesischen Vereinskollegen und Beamten über folgende Agenda den aktuellen Stand der Industrie 4.0 in China vor:

  • Vorstellung Connected Industry
  • Neue Geschäftsmodelle im technologischen Wandel
  • Digitalisierung der Produktion – Wie?
  • Probleme und Grenzen von I 4.0

Im Anschluss and as dreistündige Zusammentreffen auf fachlicher Ebene, wurde die zukünftige Zusammenarbeit mit dem SASAC bei einem gemeinsamen Abendessen besprochen und zum Abschluss gebracht.

Foto nach dem Abendessen mit der chinesischen Delegation in Berlin

Zu den Teilnehmern des Treffens auf chinesischer Seite gehörten, ohne Nennung der Namen:

Department Head of the China Iron & Steel Research Institute Group
Chief Information Officer of the  China Railway Rolling Stock Corporation
Deputy Minister of the Aviation Industry Corporation Of China
Assistent General Manager of the Baosteel
Dean of the China Academy of Machinery Science and Technology
Chairman of the China Aerospace Science and Technology Corporation
Deputy Chief Engineer of the China Communications Construction Group
Deputy General Manager of the China Electronics Corporation
Deputy Director of the China Electronics Technology Group Corporation
Chairman of the China National Machinery Industry Corporation
Deputy General Manager of the China North Industries Group Corporation
General Manager of the China Shipbuilding Industry Corporation
Deputy General Manager of the China South Industries Group Corporation
Assistent General Manager of the China State Shipbuilding Corporation
Deputy General Manager of the China XD Group
Director of the Dongfeng Motor Corporation
Minister of the Haerbin Electronic Corporation
Senior Staff of the Planning and Development Bureau of SASAC
Vice Inspector of the Planning and Development Bureau of SASAC
Deputy Director of the SASAC of Dalian
Deputy Director of the SASAC of Jiangsu Province
Chief Economist of the SASAC of Shenzhen
Deputy Director of the SASAC of Zhejiang Province
Senior Staff of the State Administration Of Foreign Experts Affairs P.R.China
Deputy General Manager of the Xinxing Cathay International Group

Hannover Messe: Fertigungsoptimierung mit ValueFacturing

Vereinsmitglied Johann Hofmann präsentiert auf der Hannover Messe 2016 das ValueFacturing®, ein Assistenzsystem der Maschinenfabrik Reinhausen in der Microsoft Cloud.

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Johann Hofmann, Leiter ValueFacturing

Neben der privaten Cloud, eine On-Premises-Lösung für das unternehmenseigene Rechenzentrum, wird es voraussichtlich ab 2017 eine Lösung als Public-Cloud geben, die über die Microsoft Azure Cloud für den produktiven Einsatz verfügbar sein wird und die IT-Infrastruktur der Deutschen Telekom nutzen wird.

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Die ValueFacturing® Datendrehscheibe ist ein Integrationssystem für die bereits vorhandenen heterogenen Produktionssysteme. Es nutzt zur Datenspeicherung die bereits vorhandenen Datenbanken der Drittsysteme und verteilt und komponiert daraus in Echtzeit alle benötigen Daten bzw. Informationen. Darüber hinaus ist ValueFacturing® in der Lage durch Datenanreicherung fehlende Daten automatisch zu generieren und somit Prozessinformationen zu rekonstruieren. Zusätzlich beinhaltet ValueFacturing® auch eine Datenpumpe, die im Sekundentakt Rohdaten aus der Fertigung sammelt in einer Analyse-Datenbank archiviert.

Erstmalige Live-Vorführung von  ValueFacturing® in der Public Cloud auf der Hannover Messe 2016

Durch Einsatz des Public Cloud Konzepts können Unternehmen mit zerspanender Fertigung noch schneller ein effizienteres Projektmanagement mit geringerem Kosten- und Verwaltungsaufwand umsetzen. ValueFacturing® in der Public Cloud von Microsoft ist als Proof of Concept (PoC) erstmals auf der Hannover Messe vom 25. bis 29. April 2016 auf dem Microsoft-Stand C40 in Halle 7 zu sehen und zu testen.

Auf dem Messestand steht eine Maschinensteuerung, über ein mobiles Endgerät (Smartphone oder Tablet) ist ein direkter Zugriff auf die Steuerung möglich. Die Standbesucher können sich Anwendungen wie Werkzeugsuche oder Dashboard mit verschiedenen Auswertungen anzeigen lassen.

Über die Maschinenfabrik Reinhausen (MR)

ValueFacturing® ist ein Geschäftsbereich der Maschinenfabrik Reinhausen (MR), dem Weltmarkt- und Technologieführer für die Regelung von Leistungstransformatoren. Das 1868 gegründete Unternehmen befindet sich in der fünften Generation mehrheitlich in Familieneigentum und ist mit über 30 Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften weltweit präsent. Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschafte­ten 3.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 700 Millionen Euro. 50 % des weltweit erzeugten Stroms wird mit MR-Produkten geregelt.

Connected Industry gewinnt DATANOMIQ als Partner

Connected Industry e.V. intensiviert die Kooperation mit DATANOMIQ, einem führenden Lösungs- und Service-Partner für Business Analytics, Data Science und Industrie 4.0. DATANOMIQ bringt in die Partnerschaft fundiertes Praxiswissen in der Konzeption und Umsetzung datengetriebener Use Cases und Geschäftsmodelle ein und leistet einen wichtigen Beitrag in der professionellen Analyse großer Datenmengen.

DATANOMIQ-Logo

Berlin, April 2016: Connected Industry, der Verband für Digitalisierung und Vernetzung bietet seinen Mitgliedern fundierten Einblick zu Anwendungsfällen und greifbaren Erfahrungswerten rund um die Digitalisierung und Vernetzung in der betrieblichen Praxis. Darüber hinaus informiert der Verband anhand verschiedener Veranstaltungsformate mit Spitzenkräften aus der Wirtschaft, wie die Digitalisierung im Unternehmen konkret umgesetzt und als neues Wertschöpfungsinstrument eingesetzt werden kann (u. a. den Data Leader Day am 17.11.2016 in Berlin, www.dataleaderday.com). Connected Industry schafft somit eine einmalige Plattform, bei der sich Führungskräfte über neueste Technologien, Methoden und Entwicklungen austauschen können. Im Rahmen einer Partnerschaft bringt DATANOMIQ umfangreiches Praxis Know how ein und bietet Zugang zu seinem Data Lab, aus dem datenbasierte Ideen zu greifbaren Ergebnissen und Geschäftsmodellen werden. Daneben unterstützt DATANOMIQ die Aktivitäten von Connected Industry durch gezielte Sponsoring-Maßnahmen.

 

qSkills Workshop: Industrial Security

qSkills startet erste Workshop-Serie zu Industrie 4.0

Das Thema Industrie 4.0 wird für Ihr Unternehmen immer konkreter, Sie haben aber noch keinen Plan in der Schublade, wie Sie das neue Konzept umsetzen sollen? In diesem Fall kann Ihnen der unabhängige IT-Trainingsanbieter qSkills helfen. Im April startet der in Nürnberg angesiedelte Anbieter seine erste Workshop-Serie zum Thema.

Im Fokus: Industrial Security

Am 12. bzw. 14.04. starten zwei Kurse zum Thema Industrial Security, einmal für IT-Experten und einmal für Produktionsexperten. Wo liegen die betrieblichen Problemzonen in Sachen IT-Sicherheit im Industrie-4.0-Konzept und was bedeutet dies für die Produktionsabläufe? qSkills erörtert mit den Kursteilnehmern Bedrohungslagen, empfiehlt Handlungsweisen und skizziert den Aufbau und die Anwendung von Management-Systemen (ISMS/BCMS).

Zu der Workshop-Übersicht geht es hier (Klick): qSkills Industrie 4.0 Workshop – Schwerpunkt Industrial Security

Sichere Software entwickeln

Eine der Grundsäulen für ein funktionierendes Industrie-4.0-Konzept ist jedoch die IT-Sicherheit. Wie muss die Software gestaltet sein, damit Fremde sich keinen Zugang zu den Produktionsabläufen und -daten verschaffen können? Auf diese Frage geht qSkills in den Workshops „Application Security Management“ und „Secure Coding“ ein. Letzterer findet erstmals vom 09. auf den 10. Mai in Nürnberg statt und setzt allgemeine Programmierkenntnisse, Kenntnisse in C und HTML voraus.

Softskills benötigt?

Aber nicht nur Software thematisiert qSkills, auch ausgeprägte Softskills sind für Industrie 4.0 wichtig. Da IT und Produktion künftig deutlich stärker miteinander verzahnt sind, braucht es neben interdisziplinärem Fachwissen auch die Fähigkeit, den Faktor Mensch entsprechend zu berücksichtigen. Hier gilt es nicht nur Anforderungsprofile zu erstellen, sondern auch Ängste – die durch den Wandel entstehen –  zu nehmen und Konfliktpotenzial zwischen IT und Produktion rechtzeitig zu erkennen und Spannungen abzubauen.

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qSkills & Industrie 4.0

qSkills unternahm im Mai 2015 erste Gehversuche im Bereich Industrie 4.0, als unter der Leitung des IT-Trainingszentrums ein mehrtätiger Erfahrungsaustausch in Nürnberg stattfand. Daran beteiligten sich namhafte DAX-Unternehmen aus der Automobil- und Automotive-Industrie wie auch aus den Chemie-, Logistik- und Energieversorger-Branchen. Im Lauf des letzten Jahres ging daraus die qSkills Industrie 4.0 IT-Akademie hervor, welche in Zusammenarbeit mit KORAMIS entstand, einem Spezialisten für Automatisierungs-, Prozess- und Netzleittechnik.

Herausforderung Industrie 4.0 – Die Kunst der Zer-Störung.

Alle reden von Industrie 4.0, aber die meisten wissen nicht wirklich, was das bedeutet. Und noch weniger haben eine Vorstellung davon, welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Denn im Rahmen dieser Technologie-Initiative der Bundesregierung wachsen nicht nur einfach Automatisierungswelt und Informationstechnik etwas enger zusammen. Vielmehr wird hierdurch in zahlreichen Unternehmen bald jeder einzelne Prozessschritt der gesamten Wertschöpfungskette überprüft und ggf. durch komplett andere Lösungen ersetzt werden. Und dabei werden diese neuen Prozesse nicht zwangsläufig auch weiterhin von dem bisherigen Unternehmen gestaltet werden. In vielen Firmen wird Industrie 4.0 somit zu ähnlichen Umwälzungen ihrer Arbeitsabläufe führen, wie dies bei der Ablösung von Schreibmaschine, Diktiergerät und Großrechner durch den PC der Fall war.



Industrie 4.0 im internationalen Kontext: Kernkonzepte, Ergebnisse, Trends

Dieses Buch bringt nunmehr etwas Licht ins Begriffs-Dickicht und zeigt Zusammenhänge auf. Ferner wird hierin erläutert, in welcher Form sich Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt, die Informations- und Führungsprinzipien im Unternehmen sowie auf den Bereich Kundenorientierung auswirken wird. Das Buch bietet I4.0-Neulingen einen guten Einstieg in die Thematik, hält aber auch für Vorinformierte eine Reihe interessanter, weitgehend unbekannter Fakten parat. Die Themen werden durch konkrete Beispiele illustriert und belegt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Industrie 4.0 nur für denjenigen eine Bedrohung darstellt, der sich nicht damit beschäftigt. Damit erschließt das Buch dem Leser die Potenziale, die sich aus der massiven Nutzung des Internets, der Integration von technischen Prozessen und Geschäftsprozessen, der digitalen Abbildung und Virtualisierung der realen Welt und der Möglichkeit intelligenter Produkte ergeben.

Service 4.0 – die neue Kommerzialisierung von Kundenbedürfnissen

 Berlin/München, Januar 2016: Die zunehmende Digitalisierung lässt sich weder eindämmen, noch lassen sich konventionelle Geschäftsmodelle davor abschotten. Die Entwicklung von datenbasierten Service-Geschäftsmodellen muss somit für viele Industrieunternehmen höchste Priorität haben. Die Verknüpfung der virtuellen und physischen Welt bringt zahllose neue Möglichkeiten hervor, um die Kundenbedürfnisse besser zu befriedigen, neue Umsatzquellen zu erschließen und dem Wettbewerb voraus zu sein.

Datengetriebene Services, die auf den Betriebsdaten der Produkte basieren, könnten schon bald wichtiger werden als das Produkt selbst. Denn Anbieter von Smart Services haben die Beziehung zum Kunden in der Hand und erschließen sich weitere Umsätze mit neuen Geschäftsmodellen. Datengetriebe Services setzen als After-Sales-Geschäft nach dem Verkauf an und verschieben die Grenzen der Wertschöpfung in neue Umsatzdimensionen. Im Service 4.0-Verständnis ist die Kauftransaktion somit erst der Beginn einer gewinnträchtigen und kontinuierlichen Geschäftsbeziehung mit dem Kunden. Der Hersteller kann sein Produkt über den kompletten Lebenszyklus hinweg begleiten, indem er dem Käufer stets neue Mehrwertleistungen offeriert. So haben führende Technologieunternehmen bereits vor einigen Jahren erkannt, dass es notwendig ist, sich von der reaktiven Reparatur im Defektfall abzuwenden, und „Predict-and-Prevent“-Modelle in ihr Service-Angebot einzubauen, mit denen sich mögliche Risikogrößen prognostizieren lassen. Hier werden Datenmassen zu neuartigen Dienstleistungen veredelt, die die genauen Bedürfnisse der Kunden frühzeitig erkennen.

Dennoch geht der Schritt in Richtung Service 4.0 in den meisten Unternehmen noch zu langsam. Die Führungsriege in vielen Fertigungsunternehmen ist noch immer produkt- und nicht servicegetrieben, der tangible Verkaufsumsatz und nicht das immaterielle Lebenszyklus-Geschäft stehen im Vordergrund – noch. Denn der Handlungsdruck für mittelständische Industriebetriebe steigt permanent, zukunftsweisende Service 4.0-Modelle zu entwickeln und sich vom Wettbewerb abzuheben, bevor es andere tun. Die Frage, wie sich die installierte Basis optimal kommerzialisieren lässt drängt vermehrt in den Vordergrund. Service 4.0 ist die Chance, um in Zeiten sinkender Wachstumsraten dem massiven Preisdruck zu begegnen. Dabei dürfen datengetriebene Services nicht als bloßes Zusatzgeschäft verstanden werden. Unternehmen, die Service 4.0 erfolgreich praktizieren, bauen eigenständige Service-Profit-Center auf und verankern ein eigenes Service-Ressort in der Geschäftsführung. Empirische Untersuchungen belegen eindrucksvoll, dass sich dieser Schritt lohnt: Vorreiter von Service 4.0-Modellen verzeichnen im Service-Geschäft einen stark wachsenden Umsatzanteil und weit überdurchschnittliche Margen.

Zu den Pionieren für Service 4.0-Modelle gehören beispielsweise Hersteller von Windenergieanlagen. Diese bieten ihren Kunden prädiktive Analytics Services an, um die Produktivität zu erhöhen oder Störungen zu antizipieren. Damit kann sich der Windparkbetreiber stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren, denn er interessiert sich weniger für die Windenergieanlage als für deren Leistung und Verfügbarkeit. Ebenso haben führende Maschinenbauer die Möglichkeiten und Potenziale für sich erkannt. So können die über moderne Sensorik ausgelesenen Daten in einem zentralen Big Data Hub analysiert werden. Daraus lassen sich im laufenden Produktionsbetrieb anhand von Benchmark-Vergleichen Empfehlungen für eine höhere Performance, Produktivität und Stabilität abgeben. Zudem sind Anwendungen auf dem Gebiet von Augmented Reality, die dabei unterstützen, fehlerhafte Teile zu lokalisieren bei vielen Anbietern bereits heute Service-Praxis. Weiterhin gibt es erfolgreiche Pilotanwendungen mit anlagenspezifischen Handelsplattformen für Prozessdaten von Produktionssystemen. Auf dieser Plattform werden die Daten gesammelt, ausgewertet und zur Weiterverarbeitung bereitgestellt. Dabei sind sowohl der Maschinenbetreiber und -hersteller sowie relevante Lieferanten eingebunden, um mit erfolgskritischen Prozessparametern zu handeln und auszutauschen. Derartige Plattformen fungieren somit als Content Provider für die darauf basierenden Smart Services. Im Ergebnis kann der Betreiber die Anlageneffizienz bei geringeren Kosten deutlich erhöhen, da er die Prozessdaten für unterschiedlichste Anforderungen bedarfsgerecht über die Handelsplattform beziehen kann.

Vergleichbare Lösungen lassen sich bspw. auch in Logistikketten einsetzen, die sich aus unterschiedlichen Akteuren (Hafen, Reedereien, Transportunternehmen, Zollbehörden, etc.) zusammensetzt. Durch eine Verknüpfung und Auswertung von Verkehrs-, Infrastruktur- und weiterer Prozessdaten in der gesamten Logistikkette auf einer zentralen Plattform können Logistikprozesse übergreifend verbessert werden. Zudem können Transportkapazitäten effizienter disponiert und ausgelastet werden. Eine absolute Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Für deutsche Industrieunternehmen gilt es nun, ihr Produktspektrum mit Smart  Services zu erweitern und die Spielregeln zu definieren. Der Entwicklung digitaler Service-Modelle muss dabei aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet werden. Neben der eigenen Perspektive, die der Abnehmer und Lieferanten müssen hier zunehmend auch digitale Unternehmen, die mit innovativen digitalen Lösungen in die Märkte eintreten möchten, ins Blickfeld rücken.

Da sich die neue Welt der digitalen Services noch in der Anfangsphase befindet, ist die Chance noch nicht vertan und wir können noch gute Voraussetzungen schaffen, um auch künftig den Markt aktiv zu gestalten.

 

Über DATANOMIQ

DATANOMIQ ist der herstellerunabhängige Lösungs- und Service-Partner für Business Analytics, Data Science und Industrie 4.0. Wir erschließen die gewaltigen Ergebnispotenziale durch Big Data erstmalig in allen Bereichen der Wertschöpfungskette. Dabei setzen wir auf die besten Köpfe und das umfassendste Methoden- und Technologieportfolio in unserer Branche.

 

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